Was ist Veganes Glycerin (VG)?

Was macht Veganes Glycerin eigentlich vegan? Was hat es mit der Reinheit von Glycerin auf sich? Gibt es auch nicht-veganes Glycerin? Und steht die Abkürzung VG wirklich für Veganes Glycerin? Was macht man mit Veganem Glycerin eigentlich?

Mit dem Aufmacherbild haben wir schon recht viel verraten. Veganes Glycerin wird durch die Umesterung von Ölen hergestellt, häufig aus Raps als Nebengewinn bei der Biodieselherstellung. Um es dann für medizinische, kosmetische oder lebensmitteltechnische Zwecke einsetzen zu können, wird es noch mehrfach destilliert, filtriert und gereinigt. Dies sorgt für eine hohe Reinheit. Häufig ist als Nebenbestandteil in Glycerin ausschließlich noch Wasser enthalten, da Glycerin hygroskopisch ist (d.h. es bindet Wasser hervorragend). So sehr, dass es sogar die Feuchte aus der Luft aufnimmt, wenn man es offen herumstehen ließe. Je weniger Wasser es enthält, umso dickflüssiger ist es.

Als hohe Reinheit darf sich alles bezeichnen, was eine Reinheit über 99% aufweist. Brauchbare Qualitäten für Lebensmittel und z.B. zum Dampfen weisen Reinheiten von 99,5 % auf. Sehr gute Qualitäten, wie z.B. das Vegane Glycerin von Meyer’s Liquids weisen sogar eine Reinheit von 99,7 % auf. Selbstverständlich reduziert sich mit dem Anteil des „Rests“ auch der Rest an Spuren von unerwünschten Nebenprodukten. Deswegen ist es wichtig, für den menschlichen Verbrauch immer möglichst hochwertiges Glycerin zu verwenden.

Ja, es gibt auch nicht-veganes Glycerin. Dieses wird z.B. durch die Verarbeitung von Tierfetten hergestellt oder entsteht als Abfallprodukt bei der (Nicht-Bio-)Dieselherstellung. Diese Glycerine sind häufig nur in technischer Reinheit erhältlich, wesentlich billiger und zum Verzehr oder zum Dampfen absolut nicht geeignet.

Für was steht denn aber nun VG eigentlich? Nun, man möchte meinen für „Veganes Glycerin“, doch waren die Amerikaner mit der Besetzung des Kürzels schneller: Vegetable Glycerin – „pflanzliches Glycerin“, was jedoch gleichbedeutend ist. Durch den Boom des Veganismus hat sich hierzulande dann die Bezeichnung Veganes Glycerin durchgesetzt.

OK, so viel Vorabinformation – doch für was benutzt man das VG denn nun eigentlich? Das ist ganz euch überlassen, es hat mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten: es findet als Nebelfluid in Dampfgeneratoren in Discotheken Verwendung, genauso kann es auch zum Dampfen/Vapen mit einer E-Zigarette benutzt werden – hier sorgt es für einen schönen dichten weißen Dampf, der ungiftig und ungefährlich ist, genau wie der Disconebel. Es wird häufig nach Belieben noch mit einer Geschmacksträgersubstanz (PG – Propylenglykol), Aroma und Nikotin gemischt. Dieses Selbstmischen wird immer beliebter und spart extrem viel Geld gegenüber fertig gekauften e-Liquids. Außerdem kann es auch zur Herstellung selbstgemachter Seife, Cremes, Salben, ja sogar Zahnpasta genutzt werden. Auch als Frostschutzmittel ist es einsetzbar. Wie ihr seht, handelt es sich bei Veganem Glycerin um eine sehr interessante Flüssigkeit!

Apropos Flüssigkeit. Neben dem oben verlinkten Veganen Glycerin mit 99,7 % Reinheit bietet Meyer’s Liquids euch auch noch eine fertige Mischung mit 90 % VG (natürlich ebenfalls mit 99,7 %iger Reinheit) und 10 % Wasser an, dann ist das ganze gleich etwas flüssiger und ihr könnt es einfacher umfüllen.